Turnfestvirus in Offenburg mit besonders schwerem Verlauf
Keine Frage, vom 2. bis 6. Juni 2010 hat in Offenburg das hochinfektiöse Landesturnfestvirus um sich gegriffen. Bereits am Mittwochabend wurden zahlreiche Neuinfektionen gemeldet. Das Gesundheitsamt des Badischen Turner-Bunds spricht von insgesamt 12.000 Krankheitsfällen. Die Offenburger Bevölkerung und die rund 3000 Turnfesthelfer ertrugen die Infektionswelle mit viel Freundlichkeit, Verständnis und Hilfsbereitschaft. Durch die große Sonneneinstrahlung nahm die Turnfestkrankheit sogar einen besonders schweren Verlauf. Auch der Bewegungsmangel aufgrund kurzer Wege zwischen Messe, Wettkampfstätten, Showbühnen in der Innenstadt und den Schulen trug nicht gerade zur Heilung bei. Typischerweise verlief die Turnfestkrankheit in Schüben, die besonders häufig in den Abendstunden ausbrachen. Dann trafen sich die Infizierten bei Veranstaltungen wie der Turnfestgala, der Soirée „Show, Gymnastik, Tanz“, der TuJu-Fete oder der Radio Regenbogen-Party, um gemeinsam zu feiern oder sie sammelten sich in großen Mengen vor verschiedenen Bühnen in ganz Offenburg und bewegten sich rhythmisch zur Musik. Häufig zu beobachtende Symptome der Turnfestkrankheit waren außerdem große Vereinsgruppen mit auffällig guter Laune und Freude am vielfältigen Mitmachangebot auf dem Messegelände. Die Krankheit trat übrigens von jung bis alt quer durch alle Altersgruppen auf. Als Erkennungszeichen trugen die Infizierten eine an am roten Band um den Hals hängende Festkarte.